Partei des Volkes Partei des Volkes Partei des Volkes
Politik Ziele Philosophie Presse
Anmeldung Spende Termine Sitemap Startseite
Kontakt Newsletter Forum Impressum

zurück

Terrorismus
Umgang mit einem Phänomen

Terrorismus gewinnt erheblich an Bedeutung, seit es Gewalt gibt, die nicht unmittelbar dem materiellen Fortkommen der Täter dient. Das Phänomen terroristischer Gewalt trifft nicht nur unser Land und ist nicht nur auf unsere Zeit begrenzt. Aber es ist unser Land und unsere Zeit, die in diesem Zusammenhang dieser Herausforderung zu genügen haben.

Terroristische Gewalt zielt auf politischen Einfluß. Was hat beispielsweise die terroristische Gewalt einer Roten Armeefraktion (RAF) bewirkt? Die Antwort auf diese Frage fällt relativ leicht: "Wenig bis nichts."

Dies ist das Ergebnis einer Überlegung, in deren Vordergrund die Ökonomie steht. Wären die terroristischen Aktivitäten der RAF ökonomisch geplant gewesen, wäre hier durchaus eine Wirksamkeit zu verzeichnen gewesen. Im folgenden betrachten wir einen fiktiven "ökonomischen Terrorismus".

Als Beispiel bietet sich ein militanter "Umweltterrorismus" an :

Will ein solcher Lebendtiertransporte für die Zukunft verhindern, so wäre er gut beraten, die Kosten für Lebendtiertransporte in die Höhe zu schrauben. Die Folge wäre zwangsläufig eine Verminderung solcher Transporte. So wäre ohne weiteres nachvollziehbar, daß Lebendtiertransporte dann unterbleiben würden, wären ihre Kosten nicht mehr von den entsprechend Interessierten zu tragen. Würde sich also die Gewalt beispielsweise gegen die Fahrer solcher Transporte richten, würden also eine Anzahl Fahrer bei Durchführung ihrer Aufgabe von Terroristen verletzt oder getötet, wäre kaum noch jemand bereit, solche Transporte durchzuführen. Somit wäre beispielsweise der Tod weniger Fahrer solcher Transporte die Ursache dafür, daß weitere Fahrer für die Zukunft nur bei einer entsprechenden Gefahrenzulage bereit wären, derartige Transporte durchzuführen. Die Folgen wären erheblich gestiegene Kosten für die Durchführung von Lebendtiertransporten. Die erhöhten Kosten jedoch würden derartige Transporte vermindern und im Extremfall sogar zum Erliegen bringen. Daraus folgt, daß ein in dieser Weise gearteter "Umweltterrorismus" Lebendtiertransporte für die Zukunft ausschließen könnte, wäre es ein Risiko für jeden Fahrer, einen derartigen Transport durchzuführen. Der Terrorismus hätte damit zu einem zieldefinierten Erfolg geführt.

Jeder Terrorismus, der in einer Gesellschaft von Erfolg gekrönt sein will, müßte sich insoweit den Gesetzen dieser Gesellschaft unterwerfen. Im Extremfall könnte beispielsweise ein politisch motivierter Terrorismus wie in Nordirland eine Autonomie herbeiführen, wenn die Zentralverwaltung mit allzu hohen Kosten belastet wäre. Neuzeitlich organisierte terroristische Vereinigungen werden, ob kurz oder lang, sich insoweit den Gegebenheiten anpassen und dabei partiell ihren Willen durchsetzen.

Da der nationale Sozialstaat- wie oben- gezeigt selbst sparen muß, würde sich seinerseits die Abwehrtätigkeit ebenfalls dem Ökonomieprinzip zu stellen haben:

Je riskanter sich eine terroristische Operation für die Täter darstellt, desto höher wäre das Ziel zu bewerten oder die Aktion würde unterbleiben.

Staatsgefährdender Terrorismus läßt sich nicht ganz in dieses Schema einordnen. Diese Täter mögen zwar im besonderen als Ziel die Schaltzentalen der Macht im Auge behalten. Zu einem effektiven Schutz reichen jedoch die staatlichen Mittel kaum. Andererseits orientieren sich diese Art von Terroristen nicht an ökonomischen Werten, so daß sie zwar versuchen werden, durch ihre Aktionen dem Staat einen möglichst hohen materiellen Schaden zuzufügen; unmittelbar durch "Kosten" lassen sich diese Leute jedoch nicht von ihrem Ziel abbringen. Die Ambivalenz der Aktionen ist damit gestört.

Der Staat kann im Gegensatz zu den Terroristen nicht auf eine möglichst hohe materielle Schädigung derselben hinwirken. Der Terrorismus ist hiermit staatlichen Organen einen Schritt voraus. Mit rechtsstaatlichen Mitteln kann der Staat hier mit den Terroristen niemals gleichziehen. Gerade hierin liegt jedoch die Stärke auf terroristischer Seite und die Schwäche von Staats wegen.

Für das heutige System unvorstellbar, für den nationalen Sozialstaat aufgrund seiner Aufgabe jedoch nachvollziehbar, hat auch der neue Staat hier Stärke zu zeigen. Es würde den Rahmen dieser Darstellung sprengen, wollte man hier ins Detail gehen. Festzustellen bleibt jedoch in diesem Zusammenhang, daß gerade hier die besondere Verwundbarkeit des heutigen Systems liegt. Es kann noch so weit die geltenden Gesetze ausschöpfen, es wird jedoch niemals diesen Fehler des Systems ausmerzen können, ohne sich selbst aufzugeben.

copyright © 2000 Partei des Volkes e.V., Deutschland.   Alle Rechte vorbehalten.