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Kinder und Zukunft
Unsere Jugend ist unser höchstes Gut

Der Begriff "Jugend" ist im Denken unserer Gesellschaft in erster Linie zum Kostenfaktor geworden: Jugendarbeitslosigkeit kostet zunächst Geld; Kindergartenplätze, Schule und Ausbildungsplätze belasten den Staatshaushalt bzw. die öffentliche Hand im Allgemeinen. Jugendkriminalität kostet die Gesellschaft wieder Geld im Rahmen des Jugendstrafvollzugs und wegen kostspieliger Resozialisierungsmaßnahmen.

In diesem Zusammenhang wird oft verkannt, dass es gerade der Generationenvertrag ist, der es in unserer Gesellschaft Menschen ermöglicht, ein Auskommen ohne Arbeit zu haben: Die ältere Generation lebt davon, das sie während der Lebensschaffensperiode in die Rentenkasse eingezahlt hat und somit eine Rentenanwartschaft erwirtschaften konnte. Diese Ansprüche schließlich werden im Rentenalter realisiert, dass heißt, Zahlungen sind zu erbringen, ohne dass eine augenblickliche Gegenleistung verlangt wird. Eingezahlt wird zu dieser Zeit von den dann im Arbeitsprozess stehenden werktätigen Menschen, die zur Zeit der Einzahlung von Beiträgen der Berechtigten Kinder bzw. Jugendliche waren. Der Gedanke der Rentenversicherung ist nicht neu; neu ist lediglich, dass sich die Alterspyramide im Laufe der Zeit nach zwei verlorenen Weltkriegen bei uns umgekehrt hat in eine Altersbirne und schließlich in einen Altersapfel. Stellt man sich ein Koordinatensystem vor, bei dem das Lebensalter die Koordinate, die Zahl der Personen, die Ordinate darstellt, so war 1914 eine regelrechte Pyramide das Abbild. Zwei Kriege haben zunächst in diesem Abbild ihre Spuren in der Weise hinterlassen, dass tiefe Einschnitte die Pyramide zu einem "gerupften Tannenbaum" werden ließen. Erster und zweiter Pillenknick haben schließlich die Pyramide geradezu auf den Kopf gestellt, so dass heute das Mittelfeld erst im unteren, dann im oberen Bereich überrepräsentiert wurde. Im Ergebnis bedeutete dies zweifelsohne, dass früher erheblich mehr junge Menschen für das Altersaufkommen einer geringeren Zahl arbeiten mussten. Verlängerte Lebensdauer und geringere Geburtenzahlen haben schließlich das Bild auf den Kopf gestellt, so dass heute ohne weiteres davon gesprochen werden kann, dass immer weniger junge Menschen den Lebensabend von immer mehr länger lebenden Greisen zu finanzieren haben.

Wer dann überhaupt noch den Mut hat, von Kosten Jugendlicher oder der Jugend schlechthin zu sprechen, übersieht diejenigen Zeitgenossen, die in der heutigen Zeit überhaupt noch den Mut haben, Kinder in die Welt zu setzen und großzuziehen. Die Eltern von heute sind im heutigen System wirklich die "Idioten der Nation": Sie haben die Schwierigkeiten des Umgangs und der Erziehung junger Menschen als Alternative zur Lohn- bzw. Gewinnerziehlung, sind an Ferientermine während der Schulpflicht gebunden, was gleichbedeutend mit Hauptsaisontarifen in den Feriengebieten ist, müssen dem Generationskonflikt, der von den Medien und der Politik auf breitem Raum geradezu herbeigeredet wird, standhalten und finanzieren schließlich durch ihre Entscheidung für Kinder den gesamten Lebensabend der Leute, die - ob freiwillig oder nicht - auf einen Kindersegen verzichten.

Schlaue Zeitgenossen freuen sich in diesem Zusammenhang über ausländische Mitbürger, die - aus welchen Gründen auch immer, seien es religiöse oder sonstige - sich vermehren, wie die Deutschen vor hundert Jahren oder heute nur noch eben diese Bürger, weil "auf diese Weise" unsere Renten stabilisiert werden. Ganz "progressive" Mitbürger sehen im Hinblick auf die Geburtenrückgänge in unserem Land ein "Einwanderungsland", damit hier überhaupt in Zukunft die Renten finanziert werden können.

Nicht bedacht wird dabei, dass wegen sinkender Geburtenraten und der Notwendigkeit, im Rahmen des Generationsvertrages künftige Rentenzahlungen sicherzustellen, eine Überfremdung letzlich die notwendige Folge ist. Denken diese sich lautstark artikulierenden Zeitgenossen überhaupt darüber nach, dass in einer Welt, in der ungewolltes, in der Entstehung befindlichen menschlichen Leben einfach abgetrieben werden kann, dass ungewünschtes, irgend wann einmal gezeugtes, heute am absteigenden Ast befindliches Leben, das im übrigen dann fremder Herkunft ist, nicht vielleicht zwangsterminiert werden könnte. Warum sollte sich etwa der Abkömmling eines Zuwanderers aus fremden Kulturkreisen irgendwann in der Zukunft noch damit belasten, Altbürger, die er als Relikte aus dem vergangenen Jahrtausend betrachtet, in der Rente zu ernähren? Könnten diese Neubürger irgendwann nicht einmal Gesetze beschließen, die das Rentenalter nach oben begrenzen? Glauben diese Verfechter des neuzeitlichen Humanismus daran, Menschen, die den christlichen Humanismus nie kennengelernt haben, müssten aus ethischen Gründen in die Verbindlichkeiten anderer Generationen aus anderen Kulturkreisen ohne jede "echte" Eintrittspflicht eintreten?

Der nationale Sozialstaat hat es sich zur Pflicht zu machen, Bürger des eigenen Volkes auch dann noch in Würde leben zu lassen, wenn sie am Erwerbsprozess nicht mehr teilnehmen können. Der Generationenvertrag war von Anfang an auf das Volk begrenzt, das sich von Generation zu Generation möglicherweise im Laufe der Zeit verändert, aber als nichts anderes darstellt, als die Entwicklung einer Generation aus der vorangegangenen, die gleichzeitig Basis für die nachfolgende Generation ist. Der oben geschilderte Gruppenegoismus bedingt geradezu eine Beschränkung auf das eigene Volk, denn ein Motiv für die Ernährung und Sicherung anderer Fremder fällt gerade aus dem Rahmen. Es ist nicht der Umstand, dass jemand zufällig in dem geographischen Bereich eines Staates lebt, der es rechtfertigt, daß er und seine Nachkommen auch von diesem Staat ernährt werden. Es ist das Volk, das diesen Staat prägt und es ist das Volk, das im Generationswechsel dafür sorgt, dass ein Ausgleich für die Zeit geschaffen wird, in der der Mensch aufgrund seiner Lebensphase keine Leistungen erbringen kann; Leistungen, die einmal erbracht wurden, sollen künftigen Generationen nicht nur ein Beispiel abgeben, sondern auch diese verpflichten, während ihrer Schaffensperiode Leistungen denen zuteil werden zu lassen, die ihre Schaffensperiode überschritten haben und damit nicht mehr im Produktionsprozess tätig werden können.

Gerade hier wird die Bedeutung des Volkes für den Generationenvertrag deutlich, die weit über die Rolle der Gesellschaft hinausgeht: Die Gesellschaft ist etwas Gegenwärtiges, etwas Augenblickliches und stellt somit eine Momentaufnahme der Menschen, die in einem bestimmten Gebiet augenblicklich zusammenleben, dar. Bei der Betrachtung der Gesellschaft fällt nicht ins Gewicht ob jemand aus diesem Gebiet stammt, die gleiche Sprache oder Kultur hat oder sonst in irgend einer Weise zusammengehört im Sinn von "schicksalhaft zusammengeschweißt" zu sein. Zur Gesellschaft gehören Menschen unterschiedlicher Nationalität und Rasse, die als "Zeitgenossen" eine bestimmte Fläche besiedeln. Ihre Verpflichtungen gegeneinander sind weit weniger fordernd als die Verpflichtungen der Menschen, die ein Volk bilden. Hier ist weit mehr als die reine Zeitgenossenschaft in einem begrenzten Abschnitt der Erdoberfläche gefordert. Hier geht es darum, bedingungslos füreinander einzustehen, unabhängig vom Lauf der Zeit und Geschichte. Oben wurde bereits auf Belastungen des Volkes aus der Vergangenheit hingewiesen. Solche Mitglieder der Gesellschaft, die nicht Mitglieder des Volkes sind, könnten niemals beispielsweise von einem jüdischen Weltkongress für Verbrechen ihrer Vorfahren verantwortlich gemacht werden. Der reine Umstand, dass jemand hier gerade jetzt lebt und arbeitet, kann nicht eine Verpflichtung für diejenigen Menschen begründen, die irgend wann einmal hier gelebt, gearbeitet und getötet haben. So gesehen stellt die Flucht in die Gesellschaft einen ernstzunehmenden Versuch dar, sich den "Verpflichtungen aus der Vergangenheit gegenüber Opfern" zu entziehen.

Unabhängig davon müssen wir uns völlig im Klaren darüber sein, dass unsere Gesellschaft, jedenfalls soweit sie sich als ein Volk versteht, nur überleben kann in den Grenzen, die das Volk als solches auferlegt. Eine Gesellschaft kennt keine Jugend, denn dies ist ein statischer Begriff. Ein Volk jedoch kann nur weiterbestehen durch seine Jugend und damit wird so eine Zukunft gleichzusetzen sein mit der Sorge um die eigene neue Generation. Im folgenden ist vor allem zu klären, was für die Jugend getan werden muss, welche Verpflichtungen der Jugend in ihrer Jugend auferlegt werden können und was die heutige Jugend der heutigen alten Generation bringen muss, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad.

In diesem Zusammenhang wird bereits deutlich, dass auch hier rationale Elemente neben emotionalen Elementen die Zusammenhänge von Verpflichtung und Berechtigung beherrschen: Rente beziehen auch Menschen, die sich nicht fortgepflanzt haben, für ihre Altersversorgung zahlen Menschen, die nicht mit ihnen verwandt sind. Gerade hier wird der Zusammenhang zwischen Rentenzahlungen an Bürger der neuen Bundesländer aus den Rentenkassen der alten Bundesländern deutlich: Es ist der Begriff des Volkes, der diese marktinkonformen Verhältnisse begründet. Für die Zukunft hat der nationale Sozialstaat hier Überlegungen und Entscheidungen zu treffen, damit weitgehend emotionale Momente bei der Begründung von Zahllasten der Generationen zurücktreten und durch rationale Überlegungen und Gesetze ersetzt werden. Anders als im Fall der Übertragung von Rentenanwartschaften auf Bürger aus den neuen Bundesländern, die zu keinem Zeitpunkt Zahlungen an die Rentenkasse erbracht hatten, kann für die Zukunft sehr wohl eine rationale Steuerung der Zahlungen erfolgen, die den hohen Prinzipien des nationalen Sozialstaats entsprechen und damit gruppenegoistischen Überlegungen Rechnung tragen. Grundsätzlich geht es dabei darum, den Beitrag der Eltern, die Leistung für die Zukunft der Rentenkassen dadurch erbringen, dass sie Kinder großziehen, zu bewerten und sie gegenüber solchen Menschen zu entlasten, die einen solchen Beitrag nicht erbringen.

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