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Ausbildung und Elite
Herausforderungen an sich selbst

Der nationale Sozialstaat kann ohne Führung nicht existieren. Anders als das gegenwärtige System kann es sich nämlich der nationale Sozialstaat nicht leisten, von einer mittelmäßigen Auswahl, die oftmals nach dem Kriterium: "Wer von allen ist der Schwächste?" ausgesucht wird, geführt zu werden.

Er kann es sich auch nicht leisten, einer korrupten Gruppe in die Tasche zu arbeiten, wie dies heute vielfach sowohl im kapitalistischen System, als auch in den noch existierenden kommunistischen Systemen der Fall ist.

Dies ergibt sich schon daraus, dass die Mittel, die der nationale Sozialstaat von seinen Bürgern erhält, viel geringer sind, als die, die die anderen Systeme erhalten, weil es gerade darum geht, die wirtschaftliche Schaffenskraft der Werktätigen zu erhalten.

So gesehen könnte eben der nationale Sozialstaat nicht ein Mehr an Mitteln für Korruption und Unfähigkeit seinen Bürgern abnehmen, weil er dann begrifflich entweder ein kommunistisches oder kapitalistisches System wäre, je nachdem welche Ausprägung im nationalen Sozialstaat aufgrund der näheren Umstände die Priorität hätten.

Sein Kennzeichen ist und bleibt nämlich in erster Linie, dass er seine Bürger schont und im Wir-Gefühl nur eine minimale steuerliche Belastung für diejenigen, die es tragen können, mit sich bringt.

Gerade hier beginnt die Unterscheidung aber schon im Kindesalter: Der nationale Sozialstaat hat wegen der optimalen Resourcenallokation die Aufgabe und das Ziel, die Fähigkeiten seiner Bürger - auch der Kinder und Kleinen - nach besten Möglichkeiten zu fördern: Statt eine überdimensionierten Rücksicht auf Schwächere vordergründig zu üben, gilt es, die Besten auszuwählen und zu fördern. Dass dies zu Anfang besondere Schwierigkeiten bereiten wird, weil gerade im pädagogischen Sektor oftmals Mittelmäßigkeit und unterqualifizierte Führung Tradition hat, versteht sich von selbst.

Aber schon bald werden für diesen Beruf auch wirklich berufene pädagogische Kräfte die erste Auslese treffen können. Dies bedeutet auf keinen Fall, dass schwächere Glieder Schaden nehmen könnten. Gerade diese schwächeren Mitglieder der Gemeinschaft werden eine Ausbildung erfahren, die ihren Intentionen und Mögleichkeiten besser entgegenkommt. Eine solche schonende, von Anfang an vorgenommene, verteilende Auswahl ist besser, als wenn - wie es heute oftmals der Fall ist - nach einem gerade noch geschafften Studium der Absolvent oftmals feststellt, seine Begabung liegt mehr im Technisch-Praktischen, wofür er aber nunmher aufgrund der langen, unsinnigen Ausbildung zu alt ist.

Ausbildung muss lösgelöst sein von sozialen Motiven und einer den Realitäten hohnlachenden Mode. Schon frühzeitig sind alle Mitbürger auf Eigenverantwortung hinzuweisen und zu erziehen.

Gemeinnutz hat sicher vor Eigennutz zu gehen, aber Eigenverantwortung hat immer den Vorrang vor einer Verlagerung der Verantwortung auf Fremde. Wenn heute oftmals Kinder von Sozialhilfeempfängern von ihrer Umgebung geradezu dazu angehalten werden, ebenfalls irgenwann einmal primär Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, entspricht dies einem umgekehrten Standesbewußtstein, welches leider besonders häufig an den "Schnittstellen der Kulturen" im multikulturellen Bereich zu beobachten ist:

Hier kann Gemeinsamkeit schnell gefunden werden, weil sehr häufig die Inanspruchnahme von Sozialhilfe die einzige Gemeinsamkeit sich ansonsten fremd gegenüberstehender Menschen ist. Statt einem starken, auf alle positiv wirkenden Wir-Gefühl kristallisiert sich ein gemeinsames "Underdog-Bewußtsein" heraus, das mit einer Eigendynamik ausgestattet den Staat und seinen Bürgern Schaden bringt.

Ausbildung darf im nationalen Sozialstaat nicht zweckentfremdet werden. Es darf kein zusätzliches Schuljahr geben, nur um Arbeitslosenzahlen - besonders in den Bereichen Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildung - zu schönen. Ein Aufschieben des Berufseintritts um ein Jahr, wie es heute oft willkommenermaßen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit angeführt wird, hilft niemanden.

Ausbildung hat auch dann noch Ausbildung zu bleiben, wenn in bestimmten Fällen eine Wertschöpfung im Betrieb ausschließlich durch Auszubildene sich vollzieht. Ausbildungsplätze werden von einer verantwortungsbewußten Wirtschaft frei von augenblicklichen Gewinnmaximierungsstreben geboten.

Nach dem Gedanken, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind, ist die vom Betrieb zu zahlende Ausbildungsvergütung im nationalen Sozialstaat so zu wählen, dass sie den Auszubildenden zum Anreiz dienen kann, ohne den ausbildenden Betrieb wirtschaftlich in dem Sinne beeinträchtigten, dass er künftig auf Ausbildungsplätze verzichtet.

In diesem Bereich ist die marktwirtschaftliche Überlegung oft überfordert, denn ein Ausbildungsplatz kostet - jedenfalls in der Anfangsphase - den Betrieb mehr, als er in seiner Erfolgsrechnung zu bieten vermag.

Andererseits sind gerade solche Betriebe einer kurzfristigen Erfolgsrechnung verhaftet, denen es nicht so gut geht, dass sie sinnvoll langfristig planen können. Hier hat der nationale Sozialstaat einen Ausgleich in der Weise zu schaffen, dass ausbildende Betriebe aus einer Umlage heraus entlastet werden, die solche Betriebe erbringen müssen, die auf eine eigene Ausbildung aus Kostengründen verzichten wollen.

Wie in allen Punkten in diesem System ist das allgemeine Lohn - Preis - Niveau oder der Gedanke, dass der Auszubildende als Grundgehalt noch nicht das Gehalt wie ein Ausgebildeter erwarten darf, andererseits aber mehr verdienen soll als ein gleichaltriger, der auf eine mühevolle Ausbildung aus Bequemlichkeit verzichtet.

Ähnlich und doch anders stellt sich das Problem der Ausbildungsvergütung für den akademischen Nachwuchs dar. In der Regel garantiert eine abgeschlossene akademische Ausbildung heute nicht mehr so hohe Gehälter, dass damit ein Vergütungsverzicht während des Studiums gerechtfertigt wäre.

Andererseits ist nicht zu erkennen, dass das heutige System der staatlichen Ausbildungsförderung gerade in diesem Bereich dermaßen spart, dass es zu viel zum Sterben und zuwenig zum Leben der Geförderten ist. Auch Leistungsanreize, wie ein früherer Studiumabschluss werden heute schon verwendet, um Studenten zum Studieren anzuhalten.

Derartige Instrumentarien sind in der Weise noch ausbaufähig, als leistungsbezogene Stipendien noch mehr Berücksichtigung finden sollten als reine qualitative Größen.

Alle die vorgenannten Maßnahmen fangen aber erst nach einiger Zeit an zu greifen und können nicht verhindern, dass Studenten ohne Neigung und Begabung das falsche Fach studieren. Um hier eine bessere Wirkung entfalten zu können, muss zunächst das anfängliche Studium durchlässiger gestaltet werden, so dass ein Wechsel des Studienganges ohne große Nachteile in den ersten beiden Semestern möglich sein muss.

Geeignete Beratungen können hier sehr wirksam sein, insbesondere in der Zeit zwischen Hochschulreife und Studienbeginn. Die Beratung kann in der Form einer Einführungsveranstaltung kombiniert mit Leistungsanreizen schnell dazu führen, dass sich unsichere Studenten rechtzeitig Gedanken über ihre weitere Ausbildung machen.

Schließlich ist das akademische Studium praxisnäher zu gestalten, wobei auch hier heute schon gute Beispiele existieren, wie ein Stundent im Wechsel zwischen praktischer und theoretischer Ausbildung mittels einer in der praktischen Ausbildung erwirtschafteten Ausbildungsvergütung die theoretische auch schulische Zeit mitfinanziert.

Auf diese Art würde die oft als nicht gerechtfertigte Diskrepanz zwischen Student und Azubi verringert, was sicher wünschenswert wäre.

Den letzten akademischen "Schliff" könnte - bei geeignetem Leistungsnachweis - der Student im Rahmen eines Werksstudiums erfahren, das wegen der höheren Anforderungen insgesamt aufgewertet werden würde.

Nach dem Grundsatz "Man lernt nie aus" könnte auch - ebenfalls bei entsprechendem Leistungsnachweis - eine Ausbildung nach dem Ausbildungsalter erfolgen. Eine solche Weiterbildung, die sehr viel weitgehender als der zweite Bildungsweg wäre, würde einerseits den nationalen Sozialstaat entlasten, dann nämlich, wenn die Arbeitslosigkeit abgebaut werden würde, während zu einem anderen Zeitpunkt freistehende Kapazitäten besser genutzt werden könnten, andererseits könnte ein höheres Zufriedenheitsniveau in der Bevölkerung insgesamt erreicht werden, da der Berufs "Abschluss" nicht zuletzt abschließend wäre.

Dies käme dem schon vielfach erwähnten "Wir-Gefühl" zugute, und hätte außerdem den Vorteil, große Abwechslung für entsprechend einsatzbereite Bürger bei gleichzeitig erhöhter Mobilität und Durchlässigkeit der bisher als gefestigtgeltenden Schranke zwischen Werktätigen und Studierenden, zu bieten.

Schließlich würde ein Verteilungskampf um Ausbildungsplätze weniger einschneidend geführt als heute noch oder gar zur Zeit des generellen Numerus Klausus. Eine Aufschiebung eines Ausbildungsabschnittes würde damit auch die Ausbildungsstätten entlasten.

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